Referat von Dominique Arlettaz, Präsident des Verwaltungsrats des Walliser Spital am 7. Juni 2018

Durch seine mehr als zehn jährige Erfahrung als Direktor der Universität Lausanne und als Verwaltungsratspräsident des Walliser Spitals hat Herr Arlettaz einige gemeinsame Elemente zusammengefasst:

  • wichtige öffentliche Einrichtungen in strategischen Bereichen (Ausbildung und Gesundheit)
  • ungefähr 5.000 Angestellte
  • Jahresbudget von 600-700 Millionen Franken 

Er setzte den Vergleich fort, um ihre Unterschiede in Betrieb, Wachstum und Finanzierung zu zeigen.

In diesem Fall handelt es sich bei der Universität vor allem um Subventionen, während für das Krankenhaus Einnahmen aus Dienstleistungen in Rechnung gestellt werden. Letzteres muss darüber hinaus sein Wachstum steuern und seine Kosten und Investitionen durch die erzielten Einnahmen decken. Er schließt seinen Vergleich mit drei wesentlichen Elementen ab, mit welchen in beiden Fällen die gesetzten Ziele zu erreichen sind:

  • Strenge in der Verwaltung
  • Die Qualität der Dienstleistungen
  • Das Vertrauen der politischen Behörden und der Bevölkerung

Die Arbeit der Internen Revision des Walliser Spitals trägt dazu bei, diese Elemente zu verstärken. Dies indem die Probleme vermieden werden, die mit der Vielzahl der Kontrollen verbunden sind, die von den verschiedenen Stellen durchgeführt werden.
 
Die Hauptrisiken sind Redundanzen und Ineffizienz, wobei Kontrollen zu erheblichen Investitionen innerhalb der Organisation und zu einem Risiko des Nicht-Erkennens führen können.
 
Zweitens können Kontrollen auf geringe Empfänglichkeit oder sogar kontraproduktive Reaktionen der geprüften Dienste stossen.
 
Schlussendlich richtet er unsere Aufmerksamkeit auf die Paradoxe unserer Zeit:
Wir glauben, dass wir durch unseren hochentwickelten rechtlichen und politischen Rahmen sowie den Fortschritt von Wissenschaft und Forschung alles kontrollieren können, aber wir fürchten das Ungewisse. Die wahre Herausforderung besteht darin, das Unsichere zu leben, und dort kommt die Lösung von den jungen Menschen, die keine Angst davor haben. Lasst uns ihnen vertrauen!
 
Grosse Herausforderungen müssen koordiniert und geplant angegangen werden, da die Planung die Unsicherheit durch Fehler ersetzt. Wir wollen mehr Kreativität, Erfindergeist und Innovation.
 
Denken Sie über eine langfristige Vision nach, indem Sie das Beispiel des französischen Mathematikers des frühen 19. Jahrhunderts nehmen: Evariste Galois. Er ist der Begründer der Gruppentheorie und die Wurzel der grundlegendsten Arbeiten in der Mathematik und der theoretischen Physik. Seine Geschichte zeigt, dass ein selbstloser Ansatz ohne unmittelbares Ziel auf lange Sicht nützlich sein kann.
 
Abschliessend fasst er seinen Ansatz wie folgt zusammen: Ein Ziel zu erreichen ist ambitiöser als eine besondere Leistung anzustreben. 
 
Eric-Serge Jeannet