Leitlinie zum Internen Audit

Um den mit der Lancierung des International Professional Practices Framework (IPPF) erfolgten Änderungen in den IIA-Standards gerecht zu werden, wurde im Auftrag des Schweizerischen Verbandes für Interne Revision (SVIR) die „Leitlinie zum Internen Audit“ überarbeitet und erweitert. Die neue Auflage ist beim SVIR ab sofort erhältlich.

Vorwort

Als Führungsinstrument und wertvolle Unterstützung des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung stellt das Interne Audit einen zentralen Bestandteil einer erfolgreichen Unternehmensführung dar. Nicht zuletzt aufgrund von verschiedenen gesetzgeberischen und regulatorischen Initiativen, die nach den Unternehmenszusammenbrüchen zu Beginn des neuen Jahrtausends eine Verbesserung der Corporate Governance bezweckten, hat das Interne Audit in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Auch in öffentlich-rechtlichen Organisationen und in der öffentlichen Verwaltung sowie in Non-Profit-Organisationen leistet das Interne Audit einen wichtigen Beitrag zur Governance und zur Wertschöpfung. Es beurteilt die verschiedenen Geschäftsprozesse – insbesondere die Governance-, die Risikomanagement- sowie die Internen Steuerungs- und Kontrollprozesse – und weist gegebenenfalls auf Verbesserungspotenziale hin. Ebenso analysiert es Möglichkeiten für den besseren Umgang mit ökonomischen, sozialen und ökologischen Ressourcen. Dadurch wird das Interne Audit zu einer unabhängigen, objektiven und zuverlässigen Quelle entscheidungsrelevanter Informationen für die Verantwortlichen eines Unternehmens. Nicht umsonst empfiehlt der Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance (Swiss Code) die Einrichtung eines Internen Audits.

Da das Schweizer Recht privatwirtschaftlichen Unternehmen – mit Ausnahme von Banken, Versicherungen und Effektenhändlern – kein Internes Audit vorschreibt, wird dieses in der Schweiz in zahlreichen Unternehmen gemäss weltweit anerkannten Prinzipien und Regeln ausgeübt. Solche Prinzipien und Regeln sind im IPPF zusammengefasst, das vom Institute of Internal Auditors (IIA) herausgegeben wird. Das IPPF stellt die Weiterentwicklung des Professional Practices Framework (PPF) dar und ist seit dem 1. Januar 2009 in Kraft. Die 2. Auflage der Leitlinie zum Internen Audit wird diesen Änderungen gerecht. Sie berücksichtigt die vorgenommenen Anpassungen der einzelnen Bestandteile des IPPF, insbesondere der IIA-Standards. Zukünftige Änderungen des IPPF werden durch den SVIR geprüft und laufend in die Leitlinie zum Internen Audit integriert.

Die Leitlinie zum Internen Audit erläutert primär die in den IIA-Standards enthaltenen Grundsätze des Internen Audits und ergänzt diese mit Hinweisen zu deren Umsetzung in der Schweizer Praxis. Damit wird der Leserschaft ein Überblick über das Interne Audit sowie über dessen Aktivitäten, Vorgehensweisen, Aufgaben und Pflichten geboten. Die Ausführungen sind wie in den IIA-Standards allgemein gehalten, so dass sie in einer Vielzahl von Branchen und Organisationstypen, einschliesslich der öffentlichen Verwaltung, anwendbar sind.

Zielgruppen

Die Leitlinie zum Internen Audit ist auf folgende Zielgruppen ausgerichtet:

  • Personen, die erstmals eine Tätigkeit des Internen Audits ausüben: Ihnen dient die Leitlinie zum Internen Audit als Einstieg in diese herausfordernde Tätigkeit.
  • Erfahrene Interne Auditoren: Ihnen dient die Leitlinie zum Internen Audit als Auffrischung ihres Verständnisses des Internen Audits sowie als Rahmenwerk für ihre tägliche Arbeit.

  • Personen, die mit dem Internen Audit zusammenarbeiten: Zu dieser Zielgruppe gehören beispielsweise Mitglieder des Verwaltungsrats (Audit Committee) der Geschäftsleitung und die Abschlussprüfer. Ihnen gibt die Leitlinie zum Internen Audit einen Überblick über die verschiedenen Grundsätze des Internen Audits und zeigt dessen Aufgaben und Pflichten auf.

  • Absolvierende der Wirtschaftsprüferlehrgänge und Studierende: Ihnen vermittelt die Leitlinie zum Internen Audit einen Überblick über die Thematik des Internen Audits.

  • Externe Anspruchsgruppen, die (berufs-)spezifische Interessen am Internen Audit haben und die Leitlinie zum Internen Audit als Informations- und Nachschlagewerk benutzen können.

Struktur und Inhalt

Die Leitlinie zum Internen Audit ist in sechs Kapitel gegliedert. Kapitel 1 definiert das Interne Audit, gibt einen Einblick in dessen Aktivitäten und zeigt die einzelnen Bestandteile des IPPF. Zudem wird auf das Interne Audit als Teil einer wirksamen Governance eingegangen. In Kapitel 2 werden die besonderen Ausgestaltungsmerkmale eines Internen Audits – sei dies eine unternehmensinterne Audit-Einheit oder ein externer Anbieter von Internen Audit-Dienstleistungen – behandelt sowie die erforderlichen Eigenschaften von Internen Auditoren beschrieben. Kapitel 3 geht auf das Management der Aktivitäten des Internen Audits ein, bevor in Kapitel 4 ein Überblick über die Aufgabengebiete des Internen Audits gegeben wird. Neben der Governance, dem Risikomanagement sowie der Internen Steuerung und Kontrolle werden dabei auch Sonderaufgaben, beispielsweise im Zusammenhang mit der Prävention und der Aufdeckung doloser Handlungen, thematisiert. In Kapitel 5 werden die Schritte der Detailplanung des Auftrags, der Durchführung des Auftrags, der Berichterstattung, des Monitoring Progress (Überwachung des weiteren Vorgehens) und der Risikoübernahme durch die Geschäftsleitung erläutert. Kapitel 6 zeigt und beschreibt die Bestandteile der Qualitätssicherung und -verbesserung im Internen Audit. Die Schlussbetrachtung in Kapitel 7 rundet die Leitlinie zum Internen Audit ab. Im Anhang werden zentrale Begriffe in einem Glossar zusammengefasst und erläutert. Zudem sind im Anhang die zitierten Gesetzestexte und ein Literaturverzeichnis aufgeführt.

Kosten

Mitglieder CHF 47.- pro Exemplar

Nicht-Mitglieder CHF 54.- pro Exemplar

 

Bestellung via info(at)svir.ch